Bauchfett weg

Das Schönheitsideal wandelt sich im Laufe der Zeit, mal wünschen sich die Menschen Fülle, in anderen Epochen gilt die schlanke Linie als schön. Zeitlose Tatsache ist jedoch, dass übermäßige Fettpolster ein Gesundheitsrisiko darstellen.

Wo sitzt das Fett?

Fett ist ein Energiespeicher und schützt die inneren Organe vor Unterkühlung und Stoßverletzungen. Nehmen wir mehr Energie durch Nahrung auf, als unser Körper verbrennt, so wandelt der Körper diese Energie in Form von Fett ein. Dies tut er an unterschiedlichen Stellen und das hat unterschiedliche Wirkungen. Besonders das sogenannte viszerale Fett, das Fett, das in der inneren Bauchregion gespeichert wird, produziert Hormone und Botenstoffe aus, die Entzündungsprozesse auslösen können und das Immunsystem in eine ständige Abwehrhaltung bringen können.

Bauchfett messen

Dabei kann auch ein schlanker Mensch, der einen Body Mass Index (BMI) von unter 25 hat, also normalgewichtig ist, übermäßig viel inneres Bauchfett eingelagert haben, und somit ein erhöhtes Erkrankungsrisiko haben. Dies lässt sich am einfachsten mit dem „waist to hip-ratio“ errechnen, also dem Verhältnis zwischen Taillen- und Hüftumfang. Hat die Taille im Verhältnis einen zu großen Umfang, so ist eine erhöhte Einlagerung von viszeralem Fett anzunehmen, genau kann dies jedoch nur durch bildgebende Verfahren festgestellt werden. Bei Männern sollte das Verhältnis nicht größer als 1,0 und bei Frauen nicht größer als 0,85 sein. Dies wurde mit statistischen Untersuchungen herausgefunden, bei denen sich Erkrankungen ab einem höheren Verhältnis übermäßig häuften.

Bauchfett weg

Leider kann man Fett nicht gezielt an bestimmten Körperregionen abbauen, sondern kann nur das Gesamtkörperfett reduzieren. Bei den praktischen Ratschlägen scheiden sich die Geister, doch generell wirkt sich Ausdauersport (Kardiotraining) positiv auf die Reduzierung des Bauchfettes aus. Auch soll die Ernährung mit ungesättigten Fettsäuren eine positive Wirkung haben und der schlanken Linie förderlich sein.

Comments

  1. Peter says:

    Wo der Körper Fett ansetzt, scheint offensichtlich weitgehend genetisch bedingt zu sein. Wieviel Fett er ansetzt, ist jedoch in erster Linie eine Frage der Energiebilanz, also des Verhältnisses von Energieaufnahme zu Energieverbrauch. Die lässt sich verbrauchsseitig nur durch eine Erhöhung des Grundumsatzes (Energieverbrauch in Ruhe) nachhaltig erhöhen. Der Grundumsatz ist direkt von der Muskelmasse abhängig und kann daher dauerhaft nur durch Muskelaufbau gesteigert werden. Das Mittel dazu ist Krafttraining. Mehr Muskeln erhöhen aber nicht nur den Grundumsatz, sondern führen erst recht zu einem erhöhten Energieverbrauch bei körperlicher Aktivität. Wo der Körper bei negativer Energieblilanz Fett abbaut, scheint jedoch, ebenso wie beim Fettansatz, offensichtlich primär genetisch bedingt zu sein. Unabhängig davon verschwindet es immer zuerst dort, wo es zuletzt gebildet wurde, und umgekehrt.

  2. admin says:

    Wow, danke für Deinen kompetenten und auf den Punkt gebrachten Kommentar. So einleuchtend es auf der physiologischen Ebene ist, so unscharf und komplex wird es schnell auf der psychologischen Ebene. Wie unterstützt man Menschen, am Ball zu bleiben und auch über einen längeren Zeitraum ihre Motivation und Volition aufrecht zu erhalten?

  3. KlaudiMaus says:

    Hi,
    ich finde den Artikel sehr gut, vor allem, dass es halt nicht möglich ist nur an einem bestimmten Bereich Fett zu verlieren. Und wie der Peter bereits gesagt ist die Energiebilanz der ausschlagebende Faktor!
    Ich war trotzdem auf viel Seiten unterwegs, um „Abnehm Tipps“ zu finden. Einfach weil da erwähnt wird das Genuss auch wichtig ist, und man sich auch mal was gönnen soll.

    Die Seite hier finde ich sehr schön 🙂 Hab viele hilfreiche Tipps gefunden 🙂

    Klaudi 🙂

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